Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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Bewunderung muthvoller Maͤnner reizen ſoll, weil es ihnen eben an der geprieſenen Eigen⸗ ſchaft fehlt. Bei dem Verkehr zwiſchen ihren

Angehoͤrigen, waren die jungen Leute ſtets bei⸗

ſammen; ihre ehemahlige Freundſchaft ward er⸗

neuert, wiewohl auf eine, ihrem Alter ange⸗

meſſenere Weiſe, und ſie waren endlich im Stil⸗

len einverſtanden, daß ihre Verbindung nicht

laͤnger verſchoben werden ſollte, ſo bald Butler

ein gewiſſes, wenn auch noch ſo geringes Ein⸗

kommen erlangt haͤtte. Damit ging es freilich

nicht ſchnell; ein Entwurf nach dem andern

wurde gemacht, und einer nach dem andern miß⸗

lang. Johanna's freundliche Zuͤge verloren die

erſte jugendliche Friſchheit, auf Ruben's Stirne ſah man den Ernſt des maͤnnlichen Alters, und

noch immer war die Ausſicht auf Verſorgung

entfernt. Die Leidenſchaft der jungen Leute

war zum Gluͤcke nicht von feuriger, oder ſchwaͤr⸗

meriſcher Art, und Pflichtgefuͤhl machte Beide

ſtark genug, die Verzoͤgerung ihres Buͤndniſſes

mit ſtandhafter Geduld zu ertragen.

. Die Zeit fuͤhrte indeß in ihrem Laufe, wie

gewoͤhnlich, Veraͤnderungen herbei. Stephan Butler's Witwe, die ſo lange die Stuͤtze der