41 unveranlaßtes Gemetzel hielten. Man konnte annehmen, daß der Hauptmann Porteous in der Vollziehung eines, ihm von der rechtmaͤßigen Obrigkeit ertheilten Auftrages begriffen geweſen waͤre, daß er von dem Poͤbel waͤre angegriffen und ein Theil ſeiner Mannſchaft verwundet wor⸗ den, und daß man ſein Benehmen, endlich Ge⸗ walt mit Gewalt zu vertreiben, redlicher Weiſe keinem andern Beweggrunde zuſchreiben koͤnnte, als der Selbſtvertheidigung in der Erfuͤllung ſei⸗ ner Pflicht.
Dieſe, an ſich ſehr trifftigen Erwaͤgungen er⸗ weckten bei den Zuſchauern die Beſorgniß, daß ein Aufſchub der Urtheilvollziehung moͤglich waͤre, und zu den verſchiedenen Gruͤnden, welche die Machthaber guͤnſtig fuͤr ihn ſtimmen koͤnnten, ſetzten die Geringſten unter dem Poͤbel noch einen hinzu, der ihrer Faſſung ganz beſonders ange⸗ meſſen war. Um den Haß gegen Porteous zu erhoͤhen, behauptete man, daß er zwar die klein⸗ ſten Vergehungen der Armen mit der groͤßten Strenge unterdruͤckte, aber die Ausſchweifungen der jungen Edelleute nicht nur uͤberſaͤhe, ſondern ihnen ſogar ſehr gern den Schutz ſeiner Amtsge⸗ walt bei den loſen Streichen liehe„ deren Unter⸗


