Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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5 auf dem oͤſtlichen Ende des Platzes angekuͤn⸗ digt. Dieſe Unheil andeutende Erſcheinung war ſehr hoch, von einem Blutgeruͤſte umgeben, und mit zwei Leitern verſehen, worauf der un⸗ gluͤckliche Verbrecher und der Henker hinan ſtie⸗ gen. Dieſe Zuruͤſtungen wurden immer vor Tagesanbruche gemacht, als waͤre der Galgen, wie das Werk eines boͤſen Feindes, aus der Erde hervorgeſtiegen, und ich erinnere mich, mit welcher Furcht wir Schulknaben dieſe vorbedeu⸗ tenden Zeichen einer Hinrichtung betrachteten. In der darauf folgenden Nacht verſchwand der Galgen wieder, und wurde in der Stille und Finſterniß in ein Gewoͤlbe unter dem Parlia⸗ mentshauſe geſchafft, wo man ihn gewoͤhnlich aufbewahrte. In ſpaͤtern Zeiten kam dieſe Sitte ab, und die Hinrichtung ward auf aͤhn⸗ liche Art vollzogen, wie vor dem Gefaͤngniſſe Newgate;*) ob aber mit einem heilſamen Er⸗ folge, iſt ungewiß. Die Seelenleiden des Vers urtheilten werden dadurch freilich abgekuͤrzt; er geht nicht mehr zwiſchen den begleitenden Geiſt⸗ lichen, im Sterbekleide, durch einen großen Theil

*) In London.