Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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oder vielmehr ein, von hohen Haͤuſern umgebe⸗ nes laͤngliches Viereck, den ſogenannten Gras⸗ markt, zu demſelben traurigen Zwecke. Der Platz war zu einem ſolchen Schauſpiele nicht uͤbel gewaͤhlt, da er von ziemlich betraͤchtlichem Umfange war, und daher eine ſo große An⸗ zahl von Zuſchauern faſſen konnte, als ein ſo trauriger Anblick gewoͤhnlich herbei ruft. Auch waren, ſelbſt in fruͤhern Zeiten, nur ſo wenige der angraͤnzenden Haͤuſer von Leuten aus hoͤ⸗ hern Staͤnden bewohnt, daß Diejenigen, die von ſolchen unangenehmen Schauſpielen belei⸗ digt, oder zu tief geruͤhrt werden mochten, nicht ſo nahe waren, um in ihrer Ruhe geſtoͤrt zu werden. Die Haͤuſer am Grasmarkte ſind meiſt unanſehnlich, wiewohl der Platz doch auch etwas Großartiges hat, da auf der Mittagſeite der mäͤchtige Felſen, der das Schloß traͤgt, und die mooſigen Zinnen und thurmfoͤrmigen Mauern der alten Veſte ihn uͤberragen.

Es war, bis vor ungefähr fuͤnf und zwan⸗ zig Jahren, Sitte, dieſen Freiplatz zu offent⸗ lichen Hinrichtungen zu gebrauchen. Der un⸗ ſelige Tag wurde den Bewohnern durch die Er⸗

ſcheinung eines ungeheuren ſchwarzen Galgens