Gefuͤhle beobachtet hatte, ſprach alsbald mit lei⸗ ſer Stimme:„Euer Vater warket dieſes Thier immer ſelbſt, und iſt freundlicher dagegen, als gegen alle andern Kuͤhe im Stalle. Und ſo ſah ich's ihn immer machen, ſelbſt als er am zor⸗ nigſten war, und die meiſte Urſache hatte, boͤſe zu ſein. Ei ja, ein Vaterherz iſt ein ſeltſam Ding! Er hat viel Herzeleid gehabt um das arme Maͤdchen. Ich glaube, er betet mehr fuͤr ſie, als fuͤr Euch, mein Kind, und was kann er auch fuͤr Euch anders wuͤnſchen, als eben den Segen, den Ihr verdient. Und als ich im Vorhauſe ſchlief, da wir zuerſt hierher kamen, war er oft die ganze Nacht eifrig im Gebete und ich hoͤrte ihn immer und immer ſagen: Effie, Du armes, verblendetes, irre geleitetes Geſchoͤpf! Und immer war's: Efſie, Effiel Kommt das arme irrende Lamm nicht wieder in die Huͤrde, wenn's dem Hirten die rechte Zeit iſt, ſo iſt es ein großes Wunder, denn ich weiß, ſie iſt ein
Kind des Gebetes. O wenn die arme Verlorene
wiederkaͤme, wie gern wuͤrde der Vater das fette Kalb ſchlachten! Aber das Kalb der Blaͤſſe kann unter drei Wochen noch nicht geſchlachtet werden.“ Sie verbreitete ſich nun mit der Geſchwaͤtzig⸗


