Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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gen kage in Frankreich entſagte, um die Regierung eines ſo zerruͤtteten und aufruͤhreriſchen Landes zu uͤbernehmen. Wirk⸗ lich zog er ſich nach Frankreich zuruͤck, und uͤbertrug waͤhrend ſeiner Abweſenheit die Aufſicht über die ſchottiſchen Grenzen einem tapfern, franzoͤſiſchen Ritter, dem Chevalier De la Baſtie, der ſich durch die Schoͤnheit ſeiner Perſon die Dap⸗ ferkeit ſeiner Thaten auszeichnete, allein, wie wir ſehen wer⸗ den, zu einem tragiſchen Ende beſtimmt war.

Das Amt eines Grenzwaͤchters hatte dem Lord Home ge⸗ hoͤrt; und ſeine Freunde, zahlreich, maͤchtig, und Bewohner der oͤſtlichen Graͤnze, wo das Amt verwaltet werden mußte, wuͤnſchten eben ſo ſehr den Tod ihres Oberhauptes zu raͤchen, als von der Herrſchaft eines Fremden, wie De la Baſtie, des Günſtlings des Herzogs von Albanien, auf deſſen Befehl Lord Home hingerichtet worden war, befreit zu ſeyn. Sir David Home von Wedderburn, einer der wildeſten dieſes Na⸗ mens, legte dem ungluͤcklichen Grenzwaͤchter in der Naͤhe von Langton in Berwickſhire einen Hinterhalt. De la Baſtie floh, in der Hoffnung das Schloß Dunbar zu erreichen; allein in der Naͤhe der Stadt Dunſe blieb ſein Pferd in einem Moraſte ſtecken. Die Verfolger kamen herbei und toͤdteten ihn. Sir David Home knuͤpfte den Kopf mit den langen Locken, welche der Abgeſchiedene trug, an die Maͤhne ſeines Roſſes, ritt mit ihm im Triumphe nach Homessburg und ſteckte ihn an einem Speere auf dem hoͤchſten Thurme auf. Man ſagt, das Haar werde noch jetzt von der Familie aufbewahrt. Wedderburn, der dieſe grauſame Handlung begieng, glaubte eine tapfere und rühmliche That zu thun, indem er den Tod ſeines Ober⸗ haupts und Verwandten an einem Freunde und Guͤnſtlinge des Regenten raͤchte, oüſchon 84 la Bahie an der Hinrich⸗

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