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Sechstes Kapitel.
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Folgen der Schlacht bei Flodden.— Die verwittwete Koͤnigin Margarethe übernimmt die Reichsverweſung, und heirathet den Grafen von An⸗
gus.— Der Herzog von Albanien wird aus Frankreich zurückgeru⸗ fen.— Kämpfe zwiſchen ſeiner Partet und der Partei Margare⸗ then's.— Treffen zwiſchen den Douglas und den Hamiltonen auf der hoben Straße zu Edinburgh.— Erſtürmung der Stadt Jed⸗ burgh.— Endliche Abreiſe des Herzogs von Albanien aus Schort⸗ land.—
Die Niederlage bei Flodden ſtuͤrzte ganz Schottland in eine Trauer und Verzweiflung, die noch in gutem Andenken in den ſüdlichen Grafſchaften ſteht, auf die ein großer Theil des Verluſtes fiel, da ihre Einwohner, Krieger aus Neigung und Lage, einen bedeutenden Theil der Streitkraͤfte bildeten,
die bei dem Heere des Koͤnigs blieben, und folglich bei dem
ſtattgehabten Blutbade nicht wenig litten. Die Einwohner der kleinern Staͤdte an der Grenze, z. B. Selkirk, Hayick, Jedburgh und andere, wurden faſt gaͤnzlich aufgerieben, und ihre Geſaͤnge und Sagen bewahren noch bis auf dieſen Tag das Andenken an ihre Leiden und Verluſte.
Nicht bloß ein großer Theil des Adels, der, durch das Recht der Geburt, die wichtige Befugniß hatte, in ſeinen
Beſitzthuͤmern Recht zu ſprechen und Ordnung zu erhalten,
ſondern auch die obrigkeitlichen Perſonen der Burgflecken, die groͤßtentheils bei dem Heere geblieben, waren auf dem Schlachtfelde gefallen, ſo daß das Land Einfaͤllen und Er⸗ oberungen, wie die, welche nach dem Verluſte der Schlachten dei Dunbar und Halidon⸗Hill erfolgt waren, bloßgeſtellt zu ſeyn
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