Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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fe. Dann gerieth der Koͤnig uͤber dieſe Halsſtarrigkeit in Wuth und ſagte:Bei Gott, Mylord, wenn Ihr Euch von dieſem Bunde nicht losſagt, ſo werde ich ihn dennoch aufloͤ⸗ ſen. Indem er ſo ſprach, brachte er dem Grafen mehrere Dolchſtiche bei, und Sir Patrik Gray, der dem Douglas für Maclellan's Hinrichtung ewige Rache geſchworen hatte,

waͤhrend einige andere von des Koͤnigs Gefolge nicht erman⸗ gelten, den ſchon Verwundeten vollends niederzumachen. Douglaſens Leichnam wurde keine chriſtliche Beerdigung zit Cheil, wenigſtens fand man vor ungefaͤhr 40 Jahren ein Skelett in dem Garten, gerade unter dem ungluͤcklichen oben erwaͤhnten Kreuzſtock; daraus ſchloß man, dieſe Gebeine ſeyen die Ueberreſte des Grafen von Douglas, welcher auf ei⸗ ne ſo ſeltſame und ungluͤckliche Art durch die Hand ſeines Mo⸗ narchen ſtarb.

Von des Königs Seite war dieß eine ſchlechte und grau⸗ ſame Handlung, die, wenn auch die Hitze der Leidenſchaft in. Betracht gezogen wird, nicht wohl entſchuldigt werden kann, aber noch ſchlechter iſt, weil Jacob ſie vorſaͤtzlich begangen und von Anfang an Gewalt zu gebrauchen beſchloſſen hatte, wenn Douglas nicht nachgeben ſollte. Der Grgf hatte aller⸗ dings Beſtrafung verdient, vielleicht ſogar Todesſtrafe, weil ihm manche Verbrechen zur Laſt gelegt werden konnten; aber der Koͤnig haͤtte ihn nicht ſollen ohne gerichtlichen Spruch und vollends in ſeinem eigenen Zimmer umbringen laſſen, nachdem er ihn unter Verſprechungen, daß ſeiner Perſon nichts geſchehen ſolle, dahin gelockt hatte. Diesmal ſiel die