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barn auch Andere zu bekampfen. Es kam ſo weit, daß zwei Clans oder zwei verſchiedene Familien einander todtfeind wur⸗ den, und die ganze Nachbarſchaft mit Feindſeligkeiten uͤberzo⸗ gen. Da die Fehden nicht anders geſchlichtet werden konn⸗ ten, ſo wurde ein Kampf anneordnet, der den Mihhelligkei⸗ ten ein Ende machen ſollte. Es mußten nemlich dreißig Mit⸗ glieder des Clan Chattau gegen die nemliche Anzahl des Clan Kay ſechten; zum Schlachtfelde wurde bei North Inch von Perth eine ſchoͤne und ebene, theilweiſe von dem Bache Tay begraͤnzte Wieſe gewaͤhlt. Der Koͤnig und ſeine Edelleute mußten bei dieſem Geſechte zagegen ſeyn. Der Anordnung dieſes Gefechtes lag eine grauſame Schlauheit zu Grunde: denn man ſetzre voraus, daß die beſten und tuͤchtigſten Maͤn⸗ ner eines jeden Clans unter die Zahl der dreißig aufgenom⸗ men ſeyn wollen, um fuͤr ihre Ehre zu kaͤmpfen; nicht weni⸗ ger vermuthete man, daß das Gefecht ſehr blutig und ver⸗ zweifelt ausfallen werde. Auf dieſe Art hoffte man wenig⸗ ſtens den guͤnſtigen Erfolg, daß beide Clans, nachdem ſie die beſten und tapferſten Maͤnner verloren haben werden, küͤnftig leichter im Zaum gehalten wuͤrden. Dieſes war wahr⸗ ſcheinlich die Abſicht des Konigs und ſeiner Rathgeber, wel⸗ che dieſen verzweifelten Kampf, der ganz dem Geiſte der da⸗ maligen Zeit entſpricht, angeordnet haben.
Die beiden Abtheilungen zogen jede fuͤr ſich auf den Platz; mit Schwert und Schild, Art und Dolch bewaffnet ſtanden ſie einander gegenuͤber; da bemerkte der Befehlshaber des Clan Chattau, gerade als das Zeichen zum Beginnen des Kampfes gegeben wurde, daß einer ſeiner Leute aus Angſt die Reihen verlaſſen habe. Es war nun keine Zeit den Feh⸗ lenden durch einen Andern deſſelben Clans zu erſetzen, deßhalb ſah ſich der Anfuͤhrer genoͤthigt dem naͤchſten beſten


