Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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3 ſich durch tyranniſche und das Volk druͤckende Handlungen auszeichnete, waͤre es beſſer, wenn er gleich dem gemeinſten Bauern in Vergeſſenheit kaͤme.

Drittes Kapitel.

Von der Regierung Schottlands.

Ich fuͤrchte, mein theurer Hugo, daß dieß ein langweili⸗

ges Capitel weiter und Dir ein wenig ſchwer verſtaͤndlich

werden koͤnne; wenn Du es jedoch nach dem erſten Durchle⸗

ſen nicht ganz verſtehſt, ſo wirſt Du es vielleicht nach einem

zweiten Verſuche verſtehen, deßhalb will ich mich der Deut⸗ lichkeit und Klarheit ſo viel als moglich befleißen.

Da Schottland noch nie ſo groß und maͤchtig war, als unter Robert Brure's Regierung, ſo halte ich dieſe Zeit fuͤr die geeignetſte, Dir die Geſetze mitzutheilen, unter welchen

es regiert wurde.

Vor allem mußt Du in Betracht ziehen, daß es zwei Arten von Regierungen gibt, wovon die eine deſpotiſche oder unumſchraͤnkte heißt, welcher zufolge der Koͤnig mit ſeinen Unterthanen anfangen kann, was er nur immer will d. h. über ihr Eigenthum und Leben nach Gefallen zu

verfugen. Auf dieſe Art werden faſt alle Reiche des Orients regiert, ſey es durch Koͤnige, Kaiſer, Sultane, oder was ſie fuͤr Namen haben moͤgen; dieſe gehen mit ihren Unter⸗ thanen um, wie es ihnen beliebt, ohne durch irgend jemand in ihrer Handlungsweiſe beſchraͤnkt zu werden. Dieß iſt fuͤr ein unter ſolcher Regierung ſtehendes Volk ein ſehr großes. . 4 Ungluͤck;