Erzaͤhlungen eines Großvaters
aus der
ſchottiſchen Geſchichte.
Erſtes Kapitel.
Die Schlacht bei Bannockburn.
Koͤnig Eduard II. war, wie ich ſchon erwaͤhnte, nicht ſo weiſe und tapfer, als ſein Vater, ſondern ein alberner Fuͤrſt, welcher durch unwuͤrdige Guͤnſtlinge beherrſcht wurde, und mehr an Vergnuͤgungen, als an die Regierung ſeines König⸗ reichs dachte. Sein Vater, Eduard I. waͤre an der Spitze einer bedeutenden Armee lange vorher nach Schottland mar⸗ ſchiert, ehe er dem Bruce Zeit gelaſſen haͤtte, einen ſo großen Strich Landes wieder zu erobern. Wir haben aber bereits geleſen, daß zum großen Gluͤck der Schotten jener weiſe und geſchickte, jedoch ehrgeitzige Köoͤnig gerade ſtarb, als er nach Schottland marſchieren wollte. Sein Sohn Eduard hatte nach des Vaters Tod den Krieg in Schottland vernachläßigt, und ſomit auch den geſchickten Zeitpunkt, als Bruces Armee noch ſchwach war, verſaͤumt. Nachdem Sir Philiyy Mowbray,
W. Scott's Werke. XCVI. 4


