86 ten handgemein und erſchlugen ſie alle. Es iſt anzunehmen, daß die beiden beſſer bewaffnet waren als die andern, ſo wie auch, daß ſie ſtaͤrker geweſen ſeyn, und ſich verzweiflungsvoll gewehrt haben muͤſſen.
Bruce wurde nach dieſer That ſehr muͤde und jetzt durf⸗ ten ſie ſich wahrhaftig nicht niederlaſſen, um auszuruhen; denn wenn ſie auch nur einen Augenblick hinſtanden, ſo hoͤrten ſie das Gebell des Schweißhundes hinter ihnen und wußten ſomit, daß ihnen ihre Feinde auf der Ferſe folgten. Endlich erreich⸗ ten ſie einen Wald, durch welchen ein kleiner Bach ſloß. Da ſagte Bruce zu ſeinem Mitbruder:„Laßt uns dieſen Bach eine Strecke Wegs entlang durchwaten, anſtatt gerade durchzugehen, damit der ungluͤckliche Hund die Spur verliere; wenn wir ihn einmal los ſind, ſo fuͤrchte ich nicht mehr unſern Verfolgern zu entkommen.“ Dieſem Vorſchlage folgend ging der Koͤnig mit ſeinem Begleiter eine große Strecke im Bache abwaͤrts, wobei ſie ſehr Acht gaben, daß ſie ihre Fuͤße auf dem Grunde nicht abdruͤckten, damit durchaus keine Spur zuruͤckbleibe, wo ſie aufgetreten ſeyen. So kamen ſie auf dem dem Feinde ent⸗ gegen geſetzten Ufer an, und gingen tief in den Wald ehe ſie hinſtanden und auszuruhen wagten. Unterdeſſen fuͤhrte der Hund Johann von Lorn gerade an die Stelle, wo der Koͤnig in das Waſſer ging, jedoch hier ſtutzte der Hund, weil er nicht mehr wußte, wo er ſich nun hin wenden ſolle; denn Du wirſt wohl wiſſen, daß das fließende Waſſer nicht eben ſo die Spur
eines Fuſſes zuruͤcklaſſen kann, wie das ſtehende Waſſer. Nach⸗ dem nun Johann von Lorn ſah, daß der Hund die Spur ver⸗ loren habe, gab er die Jagd auf und ſuchte Aymer von Valence wieder auf.
Aber Koͤnig Robert's Abenteuer iſt noch lange nicht zu Ende. Sein Milchbruder und er waren in den Waͤldern ge⸗


