Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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hatte. Die Stelle wurde noch lange nachher die Faͤhre des Brodlaibs genannt.

Nachdem Macduff auf der andern Seite des Fluſſes Tar in ſeiner Provinz angekommen war, ritt er noch ſchneller als vorher gegen ſein eigenes Schloß Kennoway zu, welches, wie ich ſchon ſagte, nahe am Meere liegt; als er es erreicht hat⸗ te, war der Koͤnig mit ſeinen Soldaten nicht mehr weit hin⸗ ter ihm. Macduff ertheilte ſeiner Frau den Befehl, die Schloßthore zu ſchließen, die Zugbruͤcke aufzuziehen, und un⸗ ter keinerlei Vorwand den Koͤnig oder einen ſeiner Soldaten hereinzulaſſen. Inzwiſchen ging er in den kleinen Hafen na⸗ he beim Schloß, und ließ ein Schiff, welches dort vor Anker lag, in aller Eile ſegelfertig machen, und ging an Bord⸗ um Macbethen zu entfliehen..

Indeſſen verlangte Maebeth von Marduffs Frau, ſie ſolle das Schloß uͤbergeben und ihren Mann ausliefern. Aber La⸗ dy Macduff, eine ſehr vernuͤnftige und brave Frau, hatte eine Menge Entſchuldigungen vorzubringen, um Zeit zu ge⸗ winnen, bis ſie ihren Mann am Bord des Schiffes und die Segel gelichtet wußte. Dann ſprach ſie unerſchrocken von der Schloßmauer aus mit dem König, welcher vor dem Thore ſtund und unter vielen Drohungen, was er mit Macduff au⸗ fangen wolle, wenn er ihm nicht ausgeliefert wuͤrde, einge⸗ laſſen zu werden verlangte.

Sehen Sie, ſagte ſie,jene weißen Segel auf dem Meere, dort geht Marduff an Englands Hof. Sie werden ihn nicht eher wiederſehen, als bis er mit dem jungen Priu⸗ zen Malcolm zuruͤckkommen wird, um Sie vom Throne zu ſtuͤrzen und aus dieſer Welt zu ſchaffen. Sie werden nie im Stande ſeyn, Ihr Joch des Landvogt von Fifes Nacken auf⸗ zulegen, wie Sie dieß ihm drohten.