ge England genannt wird, Beſitz, ſo wie auch von dem ſuͤd⸗ lichen Theile Schottlands. Doch konnten ſie ihre Eroberungen in den hohen noͤrdlichen Gebirgen Schottlands nicht fortſetzen, denn es wurde ihnen ſehr ſchwer dort Nahrungsmittel fuͤr ihre Truppen aufzutreiben; auch fanden ſie von Seiten der Einwohner nicht wenig Widerſtand. 3 Das wilde Volk Schottlands, welches die Roͤmer nicht zu unterjochen im Stande waren, kam von ſeinen Gebirgen her⸗ ab, und uͤberfiel die von den Roͤmern ſchon eroberten Landes⸗ theile. Die Bewohner Schottlands wurden aus zwei Volks⸗ ſtaͤmmen gebildet, nemlich aus den Schotten und Pikten; dieſe ſtanden ſich ſelbſt oft feindlich gegenuͤber; aber ſobald es gegen die Roͤmer und Britten gieng, vereinigten ſie ſich wie⸗
der und ſchlugen dieſe. Endlich dachten die Roͤmer, ſie wollen
dieſe Pikten und Schotten vom Vordringen in den ſuͤdlichen Theil Britanniens abhalten, und verwuͤſteten dieſes Land. Um aber ihren Zweck ganz zu erreichen, bauten die Roͤmer eine ſehr große Mauer zwiſchen der einen und andern Seite der Inſel, ſo daß kein Schotte oder Pikte in das ſudlich der Mauer gelegene Land kommen konnte; uͤberdieß bauten ſie noch Thuͤrme und errichteten von einer gewiſſen Entfernung zur andern Waffenplaͤtze und beſetzten ſolche mit Truppen, ſo daß bei dem geringſten Allarm die Soldaten ſchnell zur Vertheidigung desjenigen Theils der Mauer, welcher ange⸗ griffen wurde, in Bereitſchaft ſtanden. Dieſe roͤmiſche Haupt⸗ mauer wurde zwiſchen den zwei großen Muͤndungen des Clyde und Forth gebaut, gerade da, wo die Inſel Britannien am ſchmaͤlſten iſt. Man kann heut zu Tage an Ort und Stelle noch einige Tzeile der Mauer ſehen; auch iſt ſie auf der Karte angereigt.
Dieſe Mauer ſetzte die Britten zwar in Stand ſich auf


