hohen, ſchaͤumenden Wogen empor; Staub⸗ wolken, die in die Luft hinaufwirbelten, machten den Tag noch dunkeler. Vom nahen Gebirge her waͤlzten ſich ſchwarze Wolkenmaſſen, die von Blitzen zerriſſen wurden, und der Donner ließ ſeine bruͤl⸗ lende Stimme hoͤren.
Als die tiefbekuͤmmerte Mutter in⸗
der Halle ihren Gatten fand, der es ſel⸗ ber ſagte, daß er ſeit vielen Jahren ein ſo ungeſtuͤmes Wetter nicht erlebt haͤtte, wo man keinen Hund hinausjagen moͤchte, ſprach Moina, ganz außer ſich, angſtvoll und zuͤrnend:„Und Bosmina iſt nicht zu finden! O, daß ſie ſich jetzt immer von der Wohnung ſo weit entfernt, die Ein⸗ ſamkeit ſucht, als ob ſie ſich vor Menſchen ſcheue und unſere Naͤhe floͤhe! Das hei⸗ Stere Leben iſt von ihr gewichen, eine große Sorge ſcheint ſie zu beſchaͤftigen. Das boͤſe Kind bedenkt wol nicht, wie ein Mutterherz ſich aͤngſtigt, wenn es die


