„Ach! Fillan,“ entgegnete ſie mit ſchwermuthiger Miene,„wenn das Herz
in Unruhe iſt, da fehlt die Luſt, auf aͤu⸗
ßern Prunk zu ſehen. Bange Ahnungen* ziehen mir durch die Seele, es iſt mir, als ob ich ein verherendes Ungewitter in der Naͤhe fuͤrchtete. So ſinnig und ſo truͤbe habe ich Dich noch nie geſehen und Du verſchließeſt Dich mir ſo geheimniß⸗ voll.“
„Es wird ſich Dir bald Alles offen⸗ baren, bis dahin zaͤhme Deine Neugierde. Aber, geh, und ziehe Dich an, wie Du es bei feſtlichen Gelegenheiten pflegteſt. Auch das ſchoͤne Weib ſoll ſich im Anzuge nicht vernachlaͤſſigen....“
Im Weggehen ſagte ſie:„Darum, wie ich gekleidet war, haſt Du Dich nie bekuͤmmert, Du tduſt es heute, muß mir
Dein ganzes Weſen, ein ſonderbares, un⸗
gewohntes, nicht auffallen?“... Die Erſtürmung. 15 3


