Teil eines Werkes 
2. Band (1827)
Entstehung
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277,

ihr ſchuldig bim, die fuͤr mich der Gegenſtand⸗ kindlicher Ehrfurcht und enthuſiaſtiſcher Zunei⸗ gung war, ſeit ich⸗Gutes von Boͤſem zu unter⸗ ſcheiden vermochte. Guter Gott! welch' ein ed- les und guͤtiges Geſchoͤpf iſt unter uns gaͤnzlich⸗ vernichtet worden! Der Gedanke an ihr Schick⸗ ſal hat mein Blut kochen gemacht und meine Wange mit Schamroͤthe bedeckt, ſeit ich zu fuͤh⸗ len faͤhig war. Ihr aͤlteſter Bruder, O'Connor des Weſtens, geaͤchtet— ein Fluͤchtling— des Lebens wegen gejagt, findet Schutz in jenem Thurme. Ihr fruͤher Liebhaber, dieſer ungluͤck⸗ liche von Bruce, deſſen Schickſal ihr, vermuthe ich, unbekannt iſt, obſchon er auf immer in ihren Gedanken leben muß, iſt der Gegenſtand einer niedrigen Verſchwoͤrung, von der ich Ih⸗ nen in dieſer Nacht ein Weiteres ſagen werde. Aber O'Connor— ich fuͤrchte, daß ſein Zu⸗ fluchtsort bereits entdeckt iſt.“

„O'Connor des Weſten!“ wiederholte die Da⸗ me; und ihre Lippen wurden weiß wie ihr Kleid⸗ —„Iſt er nicht ſchon vor. Monaten auf das⸗ Feſtland entflohen?“

„Lady Harriette, Ihnen iſt nicht wohl. Er⸗ lauben Sie, daß ich, Ihnen ein. Glas Waſſer⸗ hole.“ 3

„Ums Himmels Willen nicht!— Der Geruch. von dieſen Pflanzen.— Es iſt ſchon voruͤber. Aber haben Sie Ihren Oheim durch die Unterſtuͤtzung ſeines bitterſten Feinds zu beleidigen gewagt?“

„Weil ich die Ehre und die Gerechtigkeit mehr liebe, als ich meinen Oheim achte, oder ſeine