Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
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Roͤſſel Branntwein von dem hochlaͤndiſchen

Saͤnftentraͤger, der ihn gefunden hatte; allein nachher uͤbergab er ihn, auf Verlangen, dem

Herrn Gideon Haliburton, jenem unbepfruͤn⸗ deten Geiſtlichen, der, wie der Leſer weiß, den zeiſlichen Beichtiger der Wehemutter geſpielt atte.

Am dritten Tage ſtarb dieſe gute Frau, gleichſam der Jungfer Jacky Pingle und den andern Gevatterinnen der Gaſſe zum Trotz; und obſchon ſie von unbeſcholtenem Rufe war und ſogar die Gunſt ihrer Nachbarſchaft genoß, ſo fluͤſterte man ſich doch argen Verdacht in Betreff eines Goldſtuͤcks zu, das ſie als Ge⸗ ſchenk erhalten haben ſollte, um ein Kind auf die Seite zu ſchaffen, deſſen Daſeyn entweder irgend einem Plane ungeſetzmaͤßiger Vergroͤße⸗ rung im Wege ſtand, oder ein Flecken an der Ehre irgend eines edeln Hauſes war.

Acht Tage nachher berichtete die Magd des Zunftvorſtehers, die ihre Verwandten in dem benachbarten Dorfe Cramond hatte beſuchen duͤrfen, daß man am zweiten Morgen nach

dem ſtuͤrmiſchen Mittwoch, eine aͤltliche,

reiſematte Frau von fremdem Ausſehen auf der Bruſtwehr der Bruͤcke von Cramond mit einem neugebornen Kinde ausruhen geſehen habe.

Allein dieſer Nachricht ungeachtet war Jung⸗ fer Pingle hoͤchlich daruͤber erbittert, daß der Zunftvorſteher— ein angeſtellter Mann⸗ wie

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