Teil eines Werkes 
3. Band (1827)
Entstehung
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Die Nothwendigkeit, in dem Zimmer der ſter⸗ benden Dame mit Faſfung zu erſcheinen, verlieh ihm Selbſtbeherrſchung; und hatte einen weit ſtaͤ r⸗

Troͤſtungen der Eliſabeth gehabt haben koͤnnten, haͤtte ſie in die em Augenblicke ſprechen koͤnnen. Als der Prieſter dieſe trauernde Gruppe wie⸗ der verließ, befand ſich die Lady ungemein uͤbel. Ihre Wunde blutete innerlich; und ihr Buſen keuchte ſchwer und langſam. Wolf Grahame, der Eliſabeths Aſchenfarbe, ihre ſtarren Augen, und die ſchaudernde Angſt ihrer Seele ſah, trug ſie von einer Scene weg, deren Zeuge zu ſeyn, ſchlimmer als der Tod war.

Obſchon die ſterbende Lady kein Wort mehr ſprach, ſo folgten doch ihre Augen unausgeſezt ihrer Tochter. Sie lehnte ſich jezt auf den Lord von Bruce. Er war es, der den unberuͤhrten Becher an ihre blaſſen Lippen hielt— der den ſchwachen Druck ihrer Hand fuͤhlte, als der Thau des Todes auf ihr lag. Er war es„der ihren lezten Seufzer einhauchte— der fuͤhlte, daß das warme und wilde Herz, das zuwei⸗ len zu ſtark fuͤr die Ruhe ſeines Eigenthuͤmers. gepulst hatte, auf immer zu NRuhe gebracht war! — und der, nach einer athemlofen Pauſe, die zarten Wimpern uͤber jenen ſchoͤnen Augen ſchloß, die dunkel und ſtarr geworden waren, waͤhrend ſie ſchmachtend und ſehnſuchtsvoll auf ihn geblickt hatten. Aus ſeiner ſchweigenden