—
293
Roland antwortete mit ehrerbietigem Tone, doch auch nicht ohne Muth:„Ich bin nicht un⸗ dankbar fuͤr die Unterſtuͤtzung, die ich auch von dem Herrn von Avenel erhalten, und es freut mich, zum erſten Mahl zu vernehmen, daß ich nicht ſo ungluͤcklich geweſen bin, ganz von ihm uͤberſehen zu werden, wie ich gedacht hatte. Ich brauche nur zu wiſſen, wie ich meine Pflicht und meine Dankbarkeit gegen meine fruͤhe und beſtaͤn⸗ dige Wohlthaͤterinn beweiſen kann, und ſollte mein Leben dabei gefaͤhrdet ſein, ich will es gern wagen.“
Das ſind nur Worte, junger Mann, ſprach der Ritter. Man braucht oft unbeſtimmte Be⸗ theurungen, wenn es an wahrem Dienſteifer mangelt. Ich wuͤßte keinen Fall, wo Du meiner Gemahlinn mit Gefahr deines Lebens dienen köͤnnteſt; aber ſo viel weiß ich, es wuͤrde ihr Freude machen, wenn ſie erfuͤhre, daß Du einen Weg betreten haͤtteſt, wo deine Sicherheit und das Heil deiner Seele geſchützt waͤren. Was haͤlt Dich ab, ſolchen Schutz anzunehmen, wenn er Dir angeboten wird?
Seit ich das Schloß Avenel verlaſſen mußte,


