und durch Selbſtaufopferung ſeine Gefäͤhrten retten wollen, die er nicht anders zu ſchuͤtzen vermochte.
Unwillkuͤhrlich gleichſam verließen Magdalena und Roland den Platz, wo ſie bis jetzt unbemerkt geſtanden, und naͤherten ſich dem Altare, als waͤren ſie von dem Wunſche beſeelt geweſen, das Schickſal der Moͤnche zu theilen, wie es auch aus⸗ fallen moͤchte. Beide verbeugten ſich ehrerbietig vor dem Abte, und waͤhrend Masdalena ſprechen zu wollen ſchien, legte der Juͤngling ſeine Hand an den Dolch, indem er nach der Hauptthuͤre blickte, die eben in dieſem Augenblicke mit Kiopfen beſtuͤrmt wurde.
Der Abt winkte beide zur Ruhe.„Still Schweſter!“ ſprach er leiſe, doch hoͤrbar, trotz des fortdauernden Laͤrmes:„ſtill! laßt den neuen Abt des Marienkloſters ſelber den dankbaren Zuruf der Dienſtleute empfangen und erwiedern; ſie kom⸗ men heran, ſeine Erhebung zu feiern. Und Du, mein Sohn, ich befehle es Dir, laß ab, die irdi⸗ ſche Waffe zu beruͤhren. Iſt es der Wille unſrer Beſchuͤtzerinn, daß ihr Heiligthum ſoll entweiht werden durch Gewaltthat und verunreinigt durch


