249
Mauer der Kirche ſich naͤherten und durch miß⸗ klingendes Geſchrei die Kirchenſaͤnger betaͤubten. Uebellautende Hoͤrnertoͤne, klappernde Schellen, Trommelgeraſſel, quiekende Dudelſaͤcke und raſſelnde Cymbeln, das Freudengeſchrei der bald lachenden, bald zuͤrnenden Menge, die gellenden Stimmen von Weibern und Kindern, die mit den tiefern Stimmen der Maͤnner ſich miſchten, machten einen Ton⸗ wirrwarr, der den Geſang der Moͤnche erſt betaͤubte und endlich ganz zum Schweigen brachte.
XII.
Als der Geſang in einem bebenden Laute der Beſtuͤrzung erſtorben war, wollten die Moͤnche anfangs in verſchiedenen Richtungen entfliehen, und draͤngten ſich dann in eiliger Unordnung, mehr verzweifelnd als hoffend, um ihren neuen Abt, der mit dem ſtolzen, unerſchrockenen Blicke, den er waͤhrend der ganzen Feierlichkeit gezeigt hatte, auf der hoͤchſten Stufe des Altares ſtand, als haͤtte er ſich dem Angriffe der drohenden Ge⸗ fahr, ein ausgezeichnetes Ziel, entgegen ſtellen,


