Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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Kleidung war ſehr aͤrmlich, aber ſein langes Lockenhaar und ſeine edlen Zuͤge paßten nicht zu dieſem duͤrftigen Anfehn. Der ſtolzeſte Edelmann in Schottland wuͤrde noch ſtolzer geweſen ſein, haͤtte er dieſes Kind ſeinen Erben nennen koͤnnen. Waͤhrend die Ritterfrau mit athemloſer Angſt auf des Knaben Geſicht ſtarrte, kam nach und nach wieder ein leichter Farbenſchatten auf ſeine Wangen; das Leben kehrte allmaͤhlig zuruͤck; er ſeufzte tief, oͤffnete ſeine Augen, die dem menſch⸗ lichen Geſichte ſind, was das Licht einer Land⸗ ſchaft, ſtreckte ſeine Arme der Edelfrau entgegen und ſtammelte das Wort Mutter, unter allen Worten dem weiblichen Ohre das liebſte.

Gott hat euren Wuͤnſchen, edle Frau, ſprach der Prediger, das Kind wiedergegeben, darum muͤßt Ihr es als das eure auferziehn, auf daß es nicht eines Tages wuͤnſche, es waͤre umgekommen in ſeiner Unſchuld.

Dafuͤr werd' ich ſorgen, erwiederte die Edel⸗ frau. Sie ſchlang noch einmahl ihre Arme um den Knaben und bedeckte ihn mit ihren Kuͤſſen und Liebkoſungen, ſo lebhaft bewegt war ſie von