Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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entzoͤge, ſtreichelte ſie liebkoſend ſeinen ſtolzen Kopf und Hals, waͤhrend er, ihr ins Auge blickend, zu fragen ſchien, was ihr fehle, oder wie er ſeine Zuneigung ihr beweiſen koͤnne. In dieſem Augenblicke erſcholl ein Jammergeſchrei am Ufer unter den muntern Knaben, die eben erſt ſo froͤhlich geweſen waren. Die Edelfrau blickte auf und ſah mit großer Angſt die Urſache. Das kleine Schiff, dem die Blicke der Kinder freudig gefolgt waren, blieb zwiſchen Seeblumen ſitzen, welche, ungefaͤhr einen Pfeilſchuß weit vom Ufer, eine kleine Untiefe bedeckten. Ein kuͤhner Knabe, der Anfuͤhrer der Schaar, die den Wettlauf laͤngs dem Uferrande wagte, zoͤgerte nicht einen Augenblick, ſeine Flanelljacke auszu⸗ ziehen, ſich ins Waſſer zu ſtuͤrzen und auf den Gegenſtand ihrer gemeinſchaftlichen Bekuͤmmerniß loszuſchwimmen. Die erſte Regung der Edelfrau war, um Hilfe zu ſchreien, als ſie aber bemerkte, daß der Knabe kraͤftig und furchtlos ſchwamm und auch keiner von den Landleuten, die aus der Ferne zuſahen, Beſorgniß verrieth, glaubte ſie, er ſei der Uebung gewohnt und nichts fuͤr ihn zu