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gebeten hatte, ſchickte einen Abgeordneten, Both⸗ well aber erſchien ſelber, mit einem zahlreichen Gefolge von Anhaͤngern und gedungenen Krie⸗ gern in der Hauptſtadt, und wurde von dem Gerichte, das aus Murray's und Morton's Freunden beſtand, feierlich losgeſprochen. Ei⸗ nige Tage nachher reiſete die Koͤniginn nach Stirling, um ihren Sohn zu deſuchen. Auf dem Ruͤckwege kam Bothwell ihr bei Linlithgow mit 1000 Reitern entgegen, zerſtreute ihr klei⸗ nes Gefolge, das keinen Widerſtand leiſtete, und fuͤhrte die Koͤniginn als Gefangene nach ſeinem Schloſſe Dunbar. Er ließ das Geruͤcht aus⸗ breiten, ſein Unternehmen ſei in Einverſtaͤndniß mit der Koͤniginn ausgefuͤhrt worden. Mehre der angeſehenſten Großen, worunter ſowohl Geg⸗ ner, als Vertraute der Koͤniginn waren, hatten ihm eine, von ihnen unterzeichnete Schrift uͤber⸗ geben, worin ſie ihn der Koͤniginn zum Gemahl dringend empfahlen. Maria's Feinde behaupte⸗ ten, die Entführung ſei mit ihr verabrebet und nur ein leeres Gaukelſpiel geweſen, ihre Verthei⸗ diger ſagten, Bothwell habe ſie, waͤhrend ſie


