Teil eines Werkes 
3. Theil (1821)
Entstehung
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waren, mit ihrem Vetter, dem Sohne des Gra⸗ fen Lenox, dem ſchoͤnen Heinrich Darnley. Eine ſchnell auflodernde Leidenſchaft ſchloß die⸗ ſes Buͤndniß, aber bald erkaltete ihre Liebe, als ſich ſein ungebildeter Geiſt, ſeine niedrige Geſin⸗ nung und ſein unkluges Betragen vertiethen. Maria ſelber hatte ſich jedoch die empoͤrten Groſ⸗ ſen durch das unbedachtſame Vertrauen entfrem⸗ det, das ſie ihrem Geheimſchreiber, David Rizzio ſchenkte. Er wer der Sohn eines Ton⸗ kuͤnſtlers in Turin, und kam mit dem ſavoiſchen Geſandten nach Schottland, wo er ſich der Koͤni⸗ ginn anfangs durch die Kunſt des Geſanges em⸗ pfahl, und aus ihrem Hofſaͤnger ward bald ihr vertrauteſter Rathgeber, den dieſe Auszeichnung ſtolz und unbeſcheiden machte. Die Beſchuldigung aber, daß ſie in einem zaͤrtlichen Verſtaͤndniſſe mit dem nichts weniger als ſchoͤnen und ſchon ziemlich bejahrten Manne geſtanden, iſt durch neuere Forſchungen als grundlos erwieſen wor⸗ den. Der Koͤnig, der den Fremdling fuͤr den Urheber der Abneigung hielt, die Maria ihm bewies, ließ ſich durch mehre Große, worunter