könnte, dies unsern Untersuchungen und Nach- forschungen hinderlich wäre; denn falls ich ei- nen rechtmäfsigen leiblichen Sohn hätte, und mein Bruder ohne Nachkommen sterben sollte, so würden meines Vaters Besitzungen meinem Sohne zufallen. Es ist daher wohl nicht zu hof fen, daſs sein Erbe, sey er Wer er will, uns zu einer Entdeckung behülflich seyn wird, die so sehr zu seinem Schaden ausfallen könnte.*
„Und sehr wahrscheinlich ist der Diener, My- lord, den Sie erwähniten, auch in seinen Diensten.
»Aller Wahrscheinlichkeit nach,» entgegnete der Lord Glenallan, und da der Mann ein Pro- testant ist, so weiſs ich nicht, in wiefern man ihm trauen—*
Was das betrifft, Mylord, so dächt' ich, ein protestant sey doch wohl des Vertrauens eben so würdig, als ein Katholik. Ich bin doppelt in- teressirt bey dem Glauben der Protestanten, My- lord; denn mein Vorfahr, Aldobrand Oldenbuck, druckte die berühmte Augsburgische Confession, von der ich die Originalausgabe selbst besitze und vorzeigen kann.“
„Ich zweifle nicht im mindesten daran, Herr Oldbuck. Auch sprech' ich gar nicht aus Fröm- migkeit oder Unduldsamkeit; allein es ist doch wahrscheinlich, daſs der protestantische Haus- hofmeister den protestantischen Erben mehr be-
günstigt, als den katholischen, wenn anders mein


