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gehört— so wenig war er mit der neuern Litera- tur fortgegangen. Die Unterhaltung gerieth nun in Gefahr zu stocken, oder dem Herrn Blatter- gowl in die Hände zu fallen, der schon das furcht- bare Wort:«Zehntfrey!“ ausgesprochen hatte, als auf einmal die Französische Revolution auf's Tapet kam, ein politisches Ereigniſs, welches Lord Clenallan mit all' dem vorurtheilsvollen Abscheu eines bigotten Katholiken und eifrigen Aristokraten betrachtete. Oldbuck indeſs war weit entfernt, seinen Abscheu gegen die Grund- sätze derselben so weit zu treiben.
Es gab doch, sagte er,«in der ersten con- stituirenden Versammlung Männer, welche ge- sunde republikanische Grundsätze hegten, und eine Verfassung zu begründen strebten, die dem Volke hinreichende Freyheit zusicherte. Und wenn auch elnige wüthende Tollköpfe jetzt die Zügel der Regierung in Händen hätten, so sey dies Etwas, was sich bey grofsen Staatsumwälzun- gen oft ereigne, wo man in dem Drange des Au- genblicks zu ausserordentlichen Maſsregeln schrei- ten müſste, und der Staat dem bewegten Pendel einer Uhr gliche, der sich von ciner Seite zur andern schwingt, bis er endlich wieder in seine gehörige senkrechte Richtung kommt. Oder man könne den Staat auch wohl mit einem Sturm oder Orkan vergleichen, der in der Gegend, über die er hinstreicht, groſsen Schaden anrichtet, zu-


