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fen zu lassen, der Achtsamkeit auf die Juno— welche, trotz ihrer förmlichen Verbannung aus dem Gesellschaftszimmer, doch um die Aussen- werke des Hauses herumzuschleichen pflegte und leicht in die Küche kommen konnte— völlig ausser Athem geseizt.
Der einzige Bewohner von Monkbarns, der bey dieser Gelegenheit ganz gleichgultig blieb, war Hektor Mac-Intyre, weil er sich aus einem Gra- fen nicht mehr machte, als aus einem Bürgerli- chen, und sich für diesen Besuch nur insofern interessirte, als er dadurch einigen Schutz gegen den Unwillen des Cheims, wegen seines Wegblei- bens von dem Leichenzuge, und mehr noch gegen den Spott desselben über seinen tapfern, aber unglücklichen Zweykampf mit der Phoca oder dem Sechunde, zu gewinnen hoffte.
Diesen allen nun, den Mitgliedern seines Hau- ses, stellte Oldbuck den Grafen von Glenallan vor, der denn auch mit geduldiger Höflichkeit sowohl die matten Reden Sr. Wohlehrwürden, als die langen Entschuldigungen Griselda's, welche ihr Bruder vergebens abzukürzen bemüht war, an- hörte. Vor dem Mittagsmahle bat Graf Glenallan um die Erlaubniſs, sich einige Zeit auf sein Zim- mer begeben zu dürfen. Herr Oldbuck beglei- tete seinen Gast in die grüne Stube, welche in aller Eile zu seiner Aufnahme eingerichtet wor- den war. Als er hier eingetreten war, sah er sich
mit einer Art von schmerzlicher Erinnerung um.


