Teil eines Werkes 
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Freiheit anzudeuten, und machen es wahrſcheinlich, daß, wenn Ruthven den Koͤnig durch ſeine Drohungen zum Still⸗ ſchweigen und zur Nachgiebigkeit bewogen haͤtte, die Bruͤder ihn durch die Gaͤrten gefuͤhrt, von da an Bord eines Bootes

gebracht, die Muͤndung des Day hinabgeſchifft, und ſodann,

nach einem geheimen Zeichen, auf welches Logan anſpielt, ihren königlichen Gefangenen ſicher nach Faſt⸗Caſtle gefuͤhrt haben wuͤrden. Die Gefangennehmung der Perſon des Koͤ⸗ nigs war ein gewoͤhnliches Unternehmen unter dem ſchotti⸗ ſchen Adel, und der Vater der Ruthvens hatte wegen eines ſolchen Verſuchs das Leben verloren. Wenn wir dieß als ih⸗

re Abſicht annehmen, ſo iſt es wahrſcheinlich, daß Eliſabeth um den Verſuch wußte; und da ſie die Gefangenhaltung der

Perſon der Maria ſo vortheilhaft fuͤr ſich gefunden hatte, ſo konnte ſie wohl einen aͤhnlichen Plan zur Gefangennehmung ihres Sohns entworſen haben.

Ich darf dieſe Geſchichte nicht ſchließen ohne zu bemer⸗ ken, daß Logan's Gebeine vor einen Gerichtshof gebracht wurden, um nach dem Tode gerichtet zu werden, und daß er fuͤr ſchuldig, und ſein Vermoͤgen fuͤr conſiscirt erklaͤrt wurde. Allein man hat nicht beachtet, daß Logan, ein aus⸗ ſchweifender und verſchwenderiſcher Mann, vor ſeinem Tode ſchon eines großen Theils ſeines Vermoͤgens beraubt war, und daß der Koͤnig deßwegen bei der Befolgung dieſer alten und barbariſchen Prozeßform keinen habſuchtigen Zweck ha⸗ hen konnte. Das Schickſal Sprot's, des Notars, war ſon⸗ derbar genug. Er wurde zum Haͤngen verurtheilt, weil er

dieſe verrätheriſchen Briefe der Regterung nicht mitgetheilt

habe ſie aus bloſſer Neugierde erhalten.

hatte, und er litt demzufolge den Dod, behauptete aber bis zu ſeinem letzten Augenblicke, die Briefe ſeyen aͤcht und er Dieſe Thatſache be⸗