ſcheinlich beendet haben. So aber wurde der Streit durch Lennox' Tod, wo moͤglich, noch vergroͤßert. 4
Der Graf von Mar wurde zum Regenten von Seiten der Koͤnigspartei ernannt. Er war ein Mann von redlichen und gemaͤßigten Abſichten, und war ſo ſehr von dem loͤblichen Wunſche beſeelt, ſeinem Lande die Wohlthat des Friedens wieder zu verleihen, daß die Unmoͤglichkeit, ſeinen Zweck zu erreichen, ſein Leben verkuͤrzt haben ſoll. Er ſtarb den 2oſten Oktober 1572, nachdem er kaum ein Jahr Regent geweſen war.
Der Graf von Morton wurde nun zum Regenten er⸗ waͤhlt. Wir haben geſehen, daß dieſer Edelmann zwar we⸗ gen ſeines Muths und ſeiner Talente Achtung verdiente, al⸗ lein von Natur wild und grauſam war. Er hatte an Rizzio's Ermordung TCheil gehabt, und wenigſtens um die des Gra⸗ fen von Darnley gewußt. Es ließ ſich erwarten, daß er den Krieg mit der bisherigen wilden Grauſamkeit fortſetzen wuͤr⸗ de, ſtatt, wie Mar, die Wuth deſſelben zu ſchwaͤchen. Dieß geſchah auch. Jede Partei fuhr fort, ihre Gefangenen hin⸗ zurichten; und da taͤglich Gefechte vorfielen, ſo war die Zahl der Perſonen, welche durch das Schwert fielen, oder am Gal⸗ gen ſtarben, furchtbar groß. Nach dem Familiennamen Mor⸗ ton's nannte man dieſe Kriege die Douglaskriege. Nachdem dieſe Feindſeligkeiten ungefaͤhr fuͤnf Jahre lang fortgedauert hatten, unterwarfen ſich der Herzog von Chatelhexault und der Graf von Huntly, die zwei angeſehenſten Adeligen, wel⸗ che die Sache der Koͤnigin vertheidigt hatten, der Oberherr⸗ lichkeit des Koͤnigs und der Gewalt des Regenten. Kirkaldy von Grange, fuhr, unterſtuͤtzt durch den Rath Maitlands von Lethington, fort, das Caſtell von Edinburgh gegen Mor⸗
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