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Geſandten Frankreichs und Spaniens, die ſie beſchuldigt hat⸗
ten, ſie beguͤnſtige die ſchottiſchen Unruhen, vor ihr zu er⸗ ſcheinen.„Was ſagen Sie,“ rief ſie aus,„mein Lord von Murray, und Sie, ſein Gefaͤhrte? Haben Sie von mir bei Ihrem letzten Unternehmen Nath oder Aufmunterung erhal⸗ ten?“ Die Verbannten ſcheuten ſich, die Wahrheit zu ſagen, und begnügten ſich mit der falſchen Erklaͤrung, daß ſie we⸗ der Rath noch Beiſtand von ihr erhalten haben.„Ihr ſagt in der That die Wahrheit,“ erwiederte Eliſabeth;„denn we⸗ der ich, noch irgend Jemand in meinem Namen, munterte euch zur Empoͤrung gegen eure Koͤnigin auf; und ein boͤſes Beiſpiel habt ihr meinen Unterthanen, ſo wie denen anderer Souveraine gegeben. Entfernt euch aus meinen Augen als unwuͤrdige Verraͤther.“ Gekraͤnkt und entehrt, zogen ſich Murray und ſeine Gefaͤhrten wieder nach der Graͤnze zuruͤck, wo die Koͤnigin Eliſabeth, ungeachtet ihres angeblichen Grolls, ſie im Geheimen unterſtuͤtzte, bis die Zeit ihnen er⸗ lauben wuͤrde, nach Schottland zurückzukehren, und die Un⸗ ruhen daſelbſt zu erneuern.
Maria hatte auf dieſe Art ihre aufruͤhriſchen untertha⸗ nen beſiegt, allein ſie fand bald, daß der thoͤrichte und lei⸗ denſchaftliche Gemahl, den ſie gewaͤhlt hatte, ein weit furcht⸗ barerer Feind fuͤr ſie war. Dieſer halsſtarrige junge Mann behandelte ſeine Frau, als Weib wie als Koͤnigin, auf eine ſehr unehrerbietige Weiſe, und uͤberließ ſich gewoͤhnlich der Trunkenheit und andern ſchaͤndlichen Laſtern. Obſchon er bereits mehr Gewalt beſaß, als ſeiner Faͤhigkeit oder ſeinem Alter angemeſſen war, denn er war blos 19 Jahre alt, ſo forderte er doch dringend und ungeſtuͤmm die in Schottland ſogenannir eheliche Kroue, d. h. den Genuß des koͤniglichen
Rechts
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