27 er hinzu, John Howieſon ihn am naͤchſten Sonntage beſu⸗ chen wollte, ſo wuͤrde er ihm ſeinen maͤnnlichen Beiſtand zu vergelten ſuchen, und ihm wenigſtens das Vergnuͤgen gewaͤh⸗ ren, die koͤniglichen Gemaͤcher zu ſehen. 3
John zog ſeine beſten Kleider an, und erſchien an einer Thuͤre des Palaſtes, wo er ſich nach dem Paͤchter von Bal⸗ lengiech erkundigte. Der Koͤnig hatte befohlen ihn einzulaſ⸗ ſen, und John fand ſeinen Freund, den Paͤchter, in derſel⸗ ben Verkleidung, die er früher getragen hatte. Der Koͤnig, der die Rolle eines untergeordneten Dieners des Haushaltes noch beibehielt, fuͤhrte Jehn Howieſon von einem Gemache ins andere, und ergoͤtzte ſich an ſeiner Verwunderung und ſeinen Bemerkungen. Endlich fragte er ihn, ob er den Koͤ⸗ nig zu ſehen wuͤnſchte; worauf John erwiederte, nichts würde ihn ſo ſehr freuen, wenn dieß ohne Beleidigung geſchehen koͤnnte. Der Paͤchter von Ballengiech verſicherte ihn, der Koͤnig werde nicht zuͤrnen.„Allein,“ ſagte John,„wie ſoll ich Seine Gnaden von den Adeligen, die alle um ihn her⸗ um ſeyn werden, zu unterſcheiden wiſſen?“—„Leicht,“ antwortete ſein Gefaͤhrte,„alle andern werden ihr Haupt entbloͤßt haben— der Koͤnig allein wird ſeinen Hut oder ſei⸗ ne Muͤtze tragen.“
Mit dieſen Worten fuͤhrte Koͤnig Jacob den Landmann in eine große Halle ein, die mit dem Adel und den Kronbe⸗ amten angefüllt war. John war ein wenig erſchrocken, und ſchmiegte ſich an ſeinen Begleiter an, konnte aber den Koͤnig nicht unterſcheiden.„Ich ſagte euch, daß ihr ihn an dem Hute erkennen werdet, den er trage,“ ſagte ſein Fuͤhrer. „Dann,“ ſagte John, nachdem er wieder im Zimmer um⸗ hergeblickt hatte,„muͤſſen entweder Sie oder ich es ſeyn, denn alle, ausgenommen wir zwei, haben das Haupt entbloͤßt.“


