sich im Schlosse befinde. Er wird also nichts sagen, bis Lord Evandale morgen früh aufwacht; plos mir erzählte er's,“(hier schlug Hannchen ein wenig die Augen nieder)«um mich mit Luthberi zu quälen.“
«Siehst Du, Du einſältiges Mädchen,“ versetzte Edithe, wieder etwas Muth fassend, der Mensch hat sich's erdacht, um Dich zu necken!"
O nein, gnädiges Fräulein, das kann nicht seyn; denn Hanns Gudyill nahm den andern Dragoner—'s ist ein alter, garstiger Kerl, ich weiſs seinen Namen nicht— in den Keller, und gab ihm ein Glas Branntewein, um ihn aus der Schule schwatzen zu lassen, und er erzählte alles so, wie’s Thomas Halliday gesagt hatte, Wort für Wort. Und Herr Gudyill kam in solche Wuth, daſs er's uns auf der Stelle wieder er- zählte und sagte: an dem ganzen Aufstande ist am Ende der dumme Streich Schuld, den unsere MHerrschaft gemacht hat, und der Major, und Lord Evandale, als sie gestern Morgen Milnwood und Luthbert losbettelten; denn wenn die ihre Strafe erlitten hätten, sagte er, so wäre das ganze Land ruhig. Und wahrhaftig, ich habe auch Lust, das zu glauben!“ ³
Diese letzte Erläuterung setzte Hannchen zu ihrer Erzählung, aus Empfindlichkeit über die ausserordentlich verstockte Ungläubigkeit ihrer Ilerrin, hinzu. Sie ward aber sogleich durch die


