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„Herr Morton,“ hob sie an,«Fräulein Edithe ist sehr bekümmert über Eure gegenwärtige Lage und——
Mehr brauchte sie nicht zu sagen. Er war an ihrer Seite, fast zu ihren Füſsen, drückte ihre Hände, die sie ihm nicht entzog, und überschüt- tete sie mit dem Ausbruche seines Dankes, seiner Erkenntlichkeit, der in den abgerissenen Worten kaum verständlich seyn würde, da wir nicht auch den Ton, die Geberde, und die leidenschaftli- chen, hastigen KAeuſserungen eines tiefen und stürmischen Gefühls schildern können, die sie begleiteten.
Einige Minuten lang stand Edithe so bewegungs- los da, wie ein Heiligenbild, das die Huldigung eines anbetenden Verehrens empfängt, und als sie sich so weit erholt hatte, dafs sie ihre Hände aus denen Heinrichs ziehen konnte, vermochte sie nur leise die Worte zu sagen:«Ich habe einen sonderbaren Schritt gethan, Herr Morton— einen Schritt,“ fuhr sie gefafster, und mit star- ker Anstrengung ihre Gedanken sammelnd, fort, der mich vielleicht Eurem eignen Tadel aussetzt; — aber ich babe Euch schon lange erlaubt, die Sprache der Freundschaft gegen mich zu gebrau- chen— vielleicht sollt' ich noch mehr sagen; zu lange, um Euch verlassen zu können, wenn alle Welt Euch zu verlassen scheint. Wie kommt


