Teil eines Werkes 
38. Bändchen, Der Alterthümler : Roman in vier Theilen : 1. Theil (1823) The antiquary
Entstehung
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I, Gott behüte! fiel das Mädchen ein; unser gnädiges Fräulein sich dem Reiter Thomas zu Füfsen werfen, und mit ihm von seiner Seele sprechen! Der arme Schelm würde kaum selber wissen, ob er eine hat oder nicht, wenn er nicht bisweilen dabey schwöre. Das darf nimmermehr geschehen, aber was seyn muſs, muſs seyn, und treue Liebe werd' ich nicht verlassen! Wenn Ihr den jungen Milnwood durchaus sehen müſst aber ich weiſs nieht, wozu das gut seyn soll, es wird Euch beyden nur das Herz noch schwerer machen nun, ich nehme alle Gefahr auf mich, und will sehen, ob ich den Thomas herum kriege. Aber Ihr müſfst mich's auf meine Weise machen lassen, und kein Wort sprechen. Er hält an der Morgenseite des Thurms bey Milnwood Wache.

«Geh, geh, hole meinen Mantel!* sagie Edithe. «Laſs mich nur il sehn! Ich finde schon ein Mittel, ihn aus der Gefahr zu ziehn. Eile, lannchen, wenn Du je Gutes von mir hoſſst!"

Hannchen eilte und kehrte bald mit einem Mantel zurück, womit sich Edithe so verhüllte, daſs ihr Gesicht völlig, ihre Gestalt gröfsten Theils, verborgen war. Dies was die gewöhn- liche Art, wie Damen dieses und der ersten Hälfte des folgenden Jahrhunderts ihr Mantel- tuch oder Plaid, wie es die Schottländer nennen,