42²
thums gewesen; dieses königliche Frühstück, und dieser königliche Kufs zur Belohnung, waren wichtig genug, um sie auf ewig an die Sache der Stuarts zu knüpfen. Jetzt hatten diese, dem An- scheine nach, gesiegt, aber der Eifer der Dame Margarethe war ihnen auch in den schlimmsten Zeiten treu geblieben, und bereit, dieselben harten Schicksale noch einmal zu erdulden, wenn ihre Wagschale noch einmal steigen sollte. Ge- genwärtig ergötzte sie sich nun von ganzem Herzen an dem kriegerischen Schauspiele der Streitkräfte, die zur Vertheidigung der Krone bercit waren, und unterdrückte, so gut sie konnte, die Demüthigung, welche sie wegen dem unwür- digen Abfall ihrer eignen Dienstleute fühlte. Mancherley Höflichkeiten wurden zwischen den Damen und den anwesenden Herren aus den verschiedenen alten, königlich gesinnten Fami- lien gewechselt. Frau Margarethe ward von Allen sehr hoch geachtet, und während der Musterung ritt kein einziger Jüngling von Stande bey ihnen vorüber, der sich nicht straffer setzte, und sein Pferd zusammen nahm, um seine Kunst und Gewandtheit im Reiten vor Fräulein Editha Bellenden aufs Beste zu zeigen. Aber die jungen Herren, wie ausgezeichnet sie auch durch ihre hohe Abkunft und ihre Treue gegen den König seyn mochten, konnten doch die Aufmerksamkeit Editha's nicht mehr fesseln, als es die gewöhn-


