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Degen und dreyzöpſige Perücken trugen, Büchsen hinten hängen und Pistolen im Sattelbogen hat- ten, lenkten das Fuhrwerk. Auf dem Fuſsbrett hinter diesem beweglichen Hause standen, oder hingen vielmehr, in dreyfacher: Reihe sechs Diener in reichen Livreen, bewaffnet vom Wirbel bis zur Zehe.
Die übrigen Edelleute, Männer und Frauen, Alt und Jung, waren zu Pferde, von ihrer Die- nerschaft begleitet, aber aus den oben angeführ- ten Gründen war die Gesellschaft mehr gewählt, als zahlreich.
Nahe bey jenem ungeheuren Lederkasten, den wir zu beschreiben versucht, zeigte sich der sitt- same Zelter der Frau Margarethe Bellenden, und auf ihm die steife, altmodische Gestalt dieser ehrwürdigen Dame, die auch hier ihren Vorrang vor dem übrigen Theile des benachbarten Adels behauptete. Noch immer trug sie die Wittwen- trauer, die sie niemals abgelegt seit der Hin- richtung ihres Ehegemahls, eines Anhängers Montroses. 4 3
Ihre Enkelin und einzige irdische Sorge, die
schönhaarige Editha, die allgemein für das lieb-
lichste Mädchen der Grafschaft galt, erschien an
der Seite der alten Verwandtin, wie der Frühling neben dem Winter. Ihr schwarzer Spanischer
Zelter, den sie mit ungemeiner Anmuth lenkte, ihr muntres Reitkleid und ihr goldbesctzter Sattel


