Teil eines Werkes 
38. Bändchen, Der Alterthümler : Roman in vier Theilen : 1. Theil (1823) The antiquary
Entstehung
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ein, daſs er immer jährlich wieder zu den näm- lichen Cräbern der unglücklichen Männer kam,

die durch das Schwert oder durch den Scharf-

richter, während der Regierung der beyden letz- ten Könige aus dem Hause Stuart, gefallen waren. Es sind diese äusserst zahlreich in den westlichen Provinzen Ayr, Galloway und Dum- fries, allein es gibt ihrer auch in andern Theilen Schottlands, wo nur immer die Fliichtigen foch- ten und fielen. Oft sind ihre Gräber fern von menschlichen Wohnungen, in entlegnen Haiden und Wildnissen, in denen die Umhergetriebnen Schutz und Verborgenheit gesucht. Aber wo sie auch seyn mochten, der Alte fand sie sicher, wenn seine jährliche Runde ihn in ihren Bereich brachte. In den einsamsten Bergschluchten hat-

ten ihn oft die erstaunten Jäger beschäftigt ge-

funden, die alten Steine vom Moose zu entkleiden, und mit seinem Meiſsel die halbverlöschten In- schriften wieder herzustellen, mit denen diese einfachen Denkmäler gewöhnlich geschmückt sind. Ein frommer Eifer bestimmte den Creis, so viele Jahre seines Lebens dem Ceschäfte zu widmen, das Gedächtniſs der verstorbenen Käm- pfer der Kirche lebendig zu erhalten. Er glaubte eine heilige Pflicht zu erfüllen, indem er vor die Augen der Nachwelt die schon erlöschende Kunde

des Eifers und des Leidens ihrer Vorfahren

brächte, und dadurch gleichsam das Wachfeuer