12
«Nein, Fräulein, sagen Sie nichts mehr. Ist es nicht genug, jede Hoffnung in einer Lage, wie die unsrige in diesem Augenblicke ist, zu ver- nichtenb Warum wollen Sie Ihre Entschliessun- gen weiter hinausdehnen— warum schildern, wie Ihr Betragen seyn würde, wenn die Einwürfe Ihres Vaters entfernt werden könnten?“
«Es ist in der That vergeblich, Herr Lovel, weil sie unmöglich entfernt werden können. Ich, als Ihre Freundin, als diejenige, die Ihnen ihres Vaters Leben und das ihrige verdankt, kann Sie nur bitten, diese unglückselige Neigung zu unter- driicken, und ein Land zu verlassen, das Ihnen keinen Spielraum für Ihre Geistesgaben gibt. Kehren Sie zurück zu dem ebrenvollen Berufe, den Sie aufgegeben zu haben scheinen.“*
Wohlan, mein Fräulein, Sie sollen Ihre Wün- sche erfüllt schen. Nur einen einzigen Monat noch haben Sie Geduld mit mir, und wenn ich in dieser Zeit Ihnen nicht Gründe für meinen längern Aufenthalt in Fairport angeben kann, die Sie selber billigen, so will ich Abschied nehmen- von dieser Gegend und von allen meinen Hoſf nungen auf Lebensglück.*
«Sagen Sie das nicht, Herr Lovel. Noch man- che Jahre eines verdienten Glücks, das aber auf einer vernünftigern Grundlage ruht, als Ihre jez- zigen Wünsche, liegen vor Ihnen, wie ich hoffe. Ich kann Sie nicht zwingen, meinem Rathe zu


