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genheit beschwerlich falle, mit der. ich schon einmal strenge abgewiesen worden bin. Aber fügen Sie zu der Strenge, die meine Gefühle zu- rückstöfst, nicht auch die Härte, mich zwingen zu wollen, daſs ich sie abläugne.*
Herr Lovel, Sie setzen mich in nicht geringe Verlegenheit durch Ihr— ich möchte nicht gern ein hartes Wort gebrauchen— Ihre schwärme- rische und hoffnungslose Beharrlichkeit. Es ist Ihre eigene Sache, die ich führe, wenn ich Sie bitte, auf die Ansprüche zu achten, die Ihr Va- terland auf Ihre geistigen Anlagen hat, statt in thörichter und grillenhafter Nachgicbigkeit eine Zeit zu verschwenden, die, durch wirkliche Thä- tigkeit benutzt, zu künftiger Auszeichnung den Grund legen könnte. Ich bitte Sie, einen festen, männlichen Entschlufs zu fassen— 5
«Nicht weiter, mein Fräulein, ich sehe deut- lich—*
aSie sind empfindlich, Herr Lovel. Glauben Sie mir, es thut mir wehe, etwas Peinliches zu sagen; aber kann ich anders, wenn ich gerecht gegen mich und redlich gegen Sie seyn will P Ohne meines Vaters Einwilligung werd' ich nie eine Bewerbung von irgend Jemand ermuntern, und wie unmöglich es ist, daſs er die Auszeich- nung, womit Sie mich bechren, begünstigen sollte— das sehen Sie selbst ein, und in der That—»


