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barns aufstellen, unter den Trümmern des Aber- glaubens und der Herrschaft des Pabstthums. Be- trachten Sie sein ehrwürdiges Bildniſs, und ach- ten Sie die ehrenvolle Beschäftigung, worin es ihn zeigt, wie er selbst an der Presse steht, um christliche und politische Weisheit zu verbreiten- Hier sehen Sie auch sein Lieblingsmotto, das den unabhängigen Sinn und das Selbstvertrauen aus. drückt, welches unverdienter Gunst nichts ver- danken will, und worin sich auch jene geistige Ueberlegenheit und der beharrliche Wille aus- spricht, den Horaz empfiehlt. Er war allerdings ein Mann, der fest gestanden haben würde, wenn auch seine Druckerey, seine Pressen, seine Schrif- ten und Formen— groſs und klein Cicero— um ihn her zersprungen wären. Lesen Sie hier dies Motto, wie denn jeder Buchdrucker seinen Wahlspruch hatte, als die herrliche Kunst erfun- den ward. Meines Ahnherrn Spruch waren die Worte: Kunst macht CGunst; das heiſst, die Geschicklichkeit oder Klugheit, womit wir unsre Naturgaben und Vorzüge benutzen, wird uns Schutz und Cönner verschaffen, selbst wo Vorur- theil oder Unwissenheit sie uns entziehen wollte.“ «Und das bedeuten diese Deutschen Worte?* fragte Lovel, der einige Augenblicke nachden- kend geschwiegen hatte.— «Allerdings. Sie sehen wohl ein, dafs die Worte zu dem Bewußstseyn des innern Werthes


