wiſſen Dirk Hatteraick, in jener Namen, gerade am Tage des Mor⸗ des. Ich wünſche Ihnen Glück, daß ſie in Ordnung gegangen ſind, wie ich vermuthe. Ich glaube, es war wenig Ausſicht dazu vorhanden.“ Gloſſin verlor die Faſſung.„Dieſe Documente,“ fuhr Mr. Pleydell fort,„beſtätigen die Nachricht, die über Ihr Benehmen bei jener Gelegenheit ein Mann, Namens Gabriel Faa, gab, den wir jetzt in Gewahrſam haben, und welcher Zeuge von Allem war, was zwiſchen Ihnen und dieſem würdigen Gefangenen vorging— haben Sie irgend eine Erklärung zu geben!?“
„Mr. Pleydell,“ ſagte Gloſſin, indem er ſich ſchnell faßte, „ich vermuthe, daß Sie, wenn Sie mein Rathgeber wären, mir nicht rathen würden, im Drange des Augenblicks auf eine Anklage zu antworten, welche der ſchlechteſte von allen Menſchen durch ei⸗ nen Meineid beſtätigen zu wollen ſcheint.“
„Mein Rath,“ ſagte der Advokat,„würde durch meine Mei⸗ nung von Ihrer Schuld oder Unſchuld beſtimmt werden. In Ih⸗ rem Falle glaube ich an das rathſamſte zu denken; aber Sie ſehen wohl ſelbſt ein, daß Sie verhaftet werden müſſen?“
„Verhaftet! weßhalb, Sir!“ erwiederte Gloſſin.„Auf die Beſchuldigung eines Mordes!“
„Nein; blos als Rathgeber und Theilnehmer bei Entführung eines Kindes.“
„Das iſt ein bürgſchaftsfähiges Vergehn.“
„Entſchuldigen Sie,“ ſagte Pleydell,„es iſt ein plagium und plagium iſt ein ſchweres Verbrechen.“
„Verzeihn Sie, Mr. Pleydell; es iſt nur ein Fall da, ich meine den mit Torrence und Waldie. Dieſe waren, wie ſie wiſſen, Leichenräuberinnen, die einigen jungen Aerzten den Körper eines Kindes verſprochen hatten. Um jenen Herrn ihr Wort zu halten und deren Abendvorleſung für die Studenten nicht zu hindern, ſtahlen ſie ein lebendig Kind, mordeten es, und verkauften den 13*


