erwartete, was zwiſchen dem Schurken und der Zigeunerin vor⸗ gehen würde.—
„Und wie ſteht's nun um euch?“ ſagte die rauhe und unmelodi⸗ ſche Stimme ſeiner Pflegerin;„Sagt' ich nicht, es werde über euch kommen— und zwar in der nämlichen Höhle, wo ihr nach der That herbergtet!“
„Wetter und Sturm, ihr Hexe!“ erwiederte Hatteraick,„be⸗ haltet eure Teufelsreden, bis man ſie verlangt. Habt ihr Gloſſin geſehn?“
„Nein,“ erwiederte Meg Merrilies:„ihr habt euren Schlag verfehlt, ihr Blutvergießer! und ihr habt nichts vom Verſucher zu erwarten.“
„Hagel!“ rief der Schurke,„hätt' ich ihn nur bei der Gur⸗ gel!— und was hab' ich nun zu thun?“
„Thun?“ antwortete die Zigeunerin;„Sterben wie ein Mann, oder gehängt werden, wie ein Hund!“
„Gehängt, ihr Satanshexe!— der Hanf iſt nicht geſäet, woran ich hangen ſoll.“
„Iſt geſät, und iſt gewachſen, und iſt gehechelt, und iſt ge⸗ ſponnen. Sagt' ich euch nicht, als ihr den Knaben Harry Ber⸗ tram, trotz meiner Bitten, wegnahmet,— ſagt' ich euch nicht, er würde kommen, wenn er bis zum einundzwanzigſten Jahre ſein Schickſal in fremden Landen erduldet hätte!— Sagt' ich nicht, das alte Feuer würde bis auf einen Funken niederbrennen, aber wieder auflodern?“
„Freilich, Mutter, ſo ſagtet ihr,“ ſagte Hatteraick mit einer Stimme, die etwas nach Verzweiflung klang;„und, Donner und Blitz! ich glaube, ihr habt wahr geſprochen— dieſer Junker von Ellangowan iſt mir mein Lebenlang ein Stein des Anſtoßes gewe⸗ ſen! Und nun iſt durch Gloſſin's verfluchte Ränke meine Mann⸗ ſchaft zuſammengehauen, meine Boote zerſtört, und das Schiff


