25 gaben. Anfangs war Kippletringan„einen Katzenſprung“ ent⸗ fernt; ſodann ward der Katzenſprung genauer beſchrieben als„etwa anderthalb Stunden“ dann verminderten ſich die anderthalb Stun⸗ den in„ein halb Stündchen“ dann erweiterte ſich dies wieder in „zwei Stunden und was darüber;“ und endlich ward Guy Man⸗ nering von einer weiblichen Stimme, nachdem ſie ein ſchreiendes Kind, welches die Sprecherin auf dem Arme trug, beruhigt hatte, die Verſicherung gegeben,„es ſei noch eine derbe, mühſelige Strecke bis Kippletringan und für Fußgänger ein beſchwerlicher Weg.“ Der arme Klepper, den Mannering ritt, war wahrſcheinlich ganz der Meinung des Weibes in Bezug auf den ſchlechten Weg; denn er begann ſehr träge zu gehn, beantwortete jede Anwendung des Sporns mit einem Seufzer und ſtolperte über jeden Stein, der in ſeinem Wege lag, und es waren ihrer nicht wenige.
Mannering ward nun ungeduldig. Das Erſcheinen einiger ſchimmernden Lichter flößte ihm die trügeriſche Hoffnung ein, daß das Ziel ſeiner Reiſe nahe ſei; als er jedoch näher kam, ſchwand ſeine Täuſchung, indem er fand, daß der Lichtſchimmer aus einem jener Landhöfe kam, welche hier und da die Oberfläche des ausgedehnten Moorlandes ſchmückten. Um ſeine Verwirrung vollſtändig zu ma⸗ chen, kam er endlich an eine Stelle, wo ſich die Straße in zwei theilte. Wäre es hell genug geweſen, um die Reſte eines Wegweiſers, der dort ſtand, zu Rathe zu ziehn, ſo würde dies doch wenig geholfen haben, da, nach der guten Gewohnheit Nordenglands, die Inſchrift kurz nach der Errichtung ausgelöſcht worden war. Unſer Aben⸗ teurer ward daher, gleich einem irrenden Ritter der Vorzeit, genö⸗ thigt, der Klugheit ſeines Roſſes zu vertrauen, welches ohne Zögern den Pfad zur Linken wählte, und mit etwas lebhafterem Schritt als zuvor vorwärts zu ſchreiten ſchien, wodurch es zugleich die Hoffnung erweckte, daß es wiſſe, ſein Nachtquartier ſei in der Nähe. Dieſe Hoffnung erfüllte ſich indeß nicht ſo ſchnell, und Mannering, deſſen
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