Teil eines Werkes 
7. Band (1851) Guy Mannering oder: Der Astrolog : ein Roman / von Walter Scott ; neu übersetzt von Oelckers
Entstehung
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gewiſſen beſondern Gründen, nur ganz im allgemeinen nachgezeich⸗ net werden mußte.

Ein ſolcher Lehrer, wie Mr. Simſon vermuthlich geweſen, war wirklich Erzieher in der Familie eines ziemlich vermögenden Herrn. Die jungen Burſche, ſeine Zöglinge, wuchſen auf und gingen in die Welt, während der Lehrer fortwährend bei der Fami⸗ lie wohnte kein ungewöhnliches Verhältniß in Schottland,(in frühern Tagen nämlich,) wo man Brod und Obdach den armen Freunden und Untergebenen immer bereitwillig gewährte. Des Lairds Vorfahren waren unbedachtſam und unklug geweſen, er ſelber war leidend und unglücklich. Der Tod raffte ſeine Söhne hinweg, deren Fortkommen im Leben ſein eignes Mißgeſchick hätte ausgleichen können. Schulden häuften, das Vermögen minderte ſich, bis der Ruin einbrach. Das Gut ward verkauft, und der alte Mann war eben im Begriff das Haus ſeiner Väter zu verlaſ⸗ ſen, um zu gehen er wußte nicht wohin, als er, gleich einem alten Hausgeräth, welches, in ſeinem Winkel gelaſſen, noch eine Zeitlang hält, aber in Stücke bricht, wenn man es entfernen will, auf ſeiner eigenen Schwelle vom Schlage getroffen niederſank.

Der Lehrer erwachte wie aus einem Traume. Er ſah, daß ſein Beſchützer todt war, und daß deſſen einziges noch übriges Kind, ein alterndes Frauenzimmer, die jetzt weder ſchön noch liebenswür⸗ dig erſchien, wenn ſie überhaupt je das Eine oder das Andere gewe⸗ ſen, das Unglück hatte eine Heimathloſe und aller Mittel beraubte Waiſe zu werden. Er redete ſie faſt mit den nämlichen Worten an, deren ſich Simſon gegen Miß Bertram bedient, und erklärte ſeinen Entſchluß, ſie nicht zu verlaſſen. Er nahm daher Zuflucht zu ſei⸗ nen Talenten, welche lange geſchlummert hatten, eröffnete eine kleine Schule, und unterſtützte ſeines Wohlthäters Tochter für den Reſt ihres Lebens, indem er ſie mit derſelben beſcheidenen Unter⸗