Teil eines Werkes 
7. Band (1851) Guy Mannering oder: Der Astrolog : ein Roman / von Walter Scott ; neu übersetzt von Oelckers
Entstehung
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merkte, gleich andern Philoſophen, daß die Welt täglich ſchlechter werde; und, gleich andern Eltern, daß die Jungen nicht folgten und die Vorſchriften der alten Zigeunerin vernachläſſigten, welche ihnen bei ihren Freibeutereien Reſpekt vor dem Eigenthum ihrer Wohlthäter anempfahl. Das Ende von dem Allen war, daß ſie forſchte, ob der Pachter Geld bei ſich habe; und ferner, daß ſie bat oder befahl, er ſolle ſie zu ſeinem Schatzmeiſter machen, da die Jungen, ſo nannte ſie ihre Söhne, bald nach Hauſe kommen wür⸗ den. Der arme Pachter machte aus der Noth eine Tugend, er⸗ zählte ſeine Geſchichte und übergab ſein Geld der Obhut Jean's. Sie hieß ihn wenige Schillinge in ſeine Taſche ſtecken, indem ſie be⸗ merkte, es werde Verdacht erwecken, wenn man fände, daß er ganz geldlos reiſte. 3

Nachdem dieſe Einrichtung getroffen war, legte ſich der Pachter auf eine aus Stroh und Kleidern bereitete Streue nieder, ohne jedoch, wie ſich leicht denken läßt, einzuſchlafen.

Um Mitternacht kehrte die Bande nach Hauſe, mit verſchie⸗ denen geſtohlenen Gegenſtänden verſehn, und ſchwatzte über ihre Verrichtungen in einer Sprache, die den Pachter zittern machte. Bald wurden ſie gewahr, daß ſie einen Gaſt hatten, und verlang⸗ ten von Jean zu wiſſen, wie ſie dazu gekommen ſei.

's iſt ja der gute Pachter von Lochſide, der arme Mann, erwiederte Jean;er iſt zu Newcaſtle geweſen, um Geld zu ſu⸗ chen, weil er ſeine Zinſen bezahlen wollte, der wackre Mann; aber nichts hat er bekommen können, und nun geht er nach Hauſe mit

leerem Beutel und ſchwerem Herzen.

Kann wohl ſein, Jean, ſagte einer der Diebsgeſellen, aber wir wollen doch ſeine Taſchen ein Bißchen anfühlen, um zu ſehn, ob ſeine Geſchichte wahr oder erlogen iſt. Jean eiferte und tobte nach Kräften gegen dieſen Bruch der Gaſtfreundſchaft, aber. ſie vermochte damit den gefaßten Beſchluß nicht zu ändern. Der