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Nachdem ſo eine Darſtellung der erſten Idee oder des rohen Umriſſes der Geſchichte gegeben iſt, welcher jedoch bald verworfen ward, ſo bleibt dem Autor, indem er den Plan der gegenwärtigen Ausgabe darlegt, nur noch eine Schilderung der Vorbilder zu den Charakteren in Guy Mannering übrig.
Einige örtliche Verhältniſſe gaben dem Verfaſſer in ſeiner Ju⸗ gend Gelegenheit, von der herabgewürdigten Menſchenklaſſe, welche man Zigeuner nennt, ein Weniges zu ſehen und ſehr viel zu hören. Die Zigeuner ſind in den meiſten Fällen eine gemiſchte Race, her⸗ vorgangen von den alten Aegyptern, die in Europa zu Anfang des funfzehnten Jahrhunderts anlangten, und von Landſtreichern eu⸗ ropäiſchen Urſprungs.
Diejenige Zigeunerin, nach welcher der Charakter der Meg Merrilies gezeichnet iſt, war um die Mitte des letzten Jahrhun⸗ derts wohlbekannt unter dem Namen Jean Gordon als Bewoh⸗ nerin des Dorfes Kirk Betholm, zwiſchen den Cheviotbergen an der engliſchen Gränze. Der Verfaſſer veröffentlichte eine Schilde⸗ rung dieſer merkwürdigen Perſon in einer frühern Nummer von Blackwoods Magazin, wie folgt:
„Mein Vater erinnerte ſich noch der alten Jean Gordon von BYetholm, welche großes Anſehn unter ihrem Stamme beſaß. Sie war vollkommen eine Meg Merrilies und beſaß in derſelben Voll⸗ kommenheit die angeborne Tugend der Treue. Da ſie in dem Pacht⸗ hofe Lochſide bei Yetholm oft gaſtfreundlich aufgenommen worden war, ſo enthielt ſie ſich auch ſorgfältigjeder Veruntreuung am Eigen⸗ thume des Pächters. Aber ihre Söhne,(neun an der Zahl,) be⸗ ſaßen, wie es ſcheint, nicht denſelben Zartſinn, und ſtahlen ihrem freundlichen Wirth eine Zuchtſau. Jean kränkte ſich über dies un⸗ dankbare Benehmen und ſchämte ſich deſſelben ſo ſehr, daß ſie ſich mehrere Jahre hindurch von Lochſide fern hielt,


