Teil eines Werkes 
7. Band (1851) Guy Mannering oder: Der Astrolog : ein Roman / von Walter Scott ; neu übersetzt von Oelckers
Entstehung
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tere Hilfe leiſten! Glauben Sie, ich werde nicht undankbar ſein.

Ich fordere und verdiene keinen Dank für eine gute Hand⸗ lung, ſagte der Fremde,am wenigſten dafür, daß ich alles thue, was in meiner Macht liegt, um das unſchuldige Kind vor einem ſchrecklichen Schickſal zu bewahren, welches in letzter Nacht unter einer eigenthümlichen Planetenconjunction zur Welt kam. Hier iſt meine Addreſſe; Sie können mir von Zeit zu Zeit ſchreiben, welche Fortſchritte der Knabe in religiöſer Erkenntniß macht. Wenn er nach meinem Rathe erzogen iſt, ſo halte ich für das beſte, daß er in mein Haus kommt zu der Zeit, wo die verhängnißvolle und ent⸗ ſcheidende Periode herankommt, das heißt, bevor er ſein ein und zwanzigſtes Jahr erreicht hat. Senden Sie ihn mir ſodann, wie ich es wünſche, ſo hoffe ich in Demuth, daß Gott den Seinen ſchützen wird, wie hart auch die Prüfung ſein mag, welcher ſein Geſchick ihn unterwirft. Hierauf übergab er ſeinem Wirthe die Addreſſe, welche einen Landſitz in der Nähe einer Poſtſtadt des ſüdlichen England nannte, und ſagte ihm ein herzliches Lebewohl.

Der geheimnißvolle Fremde ſchied, aber ſeine Worte hatten ſich der Seele des beſorgten Vaters eingeprägt. Er verlor ſeine Gattin, als der Knabe noch Kind war. Dieſen unfall hatte, glaub' ich, der Aſtrolog vorhergeſagt; und ſo wurde das Vertrauen, wel⸗ ches er, gleich den meiſten Menſchen jener Zeit, der Wiſſenſchaft be⸗ reitwillig geſchenkt hatte, nur noch mehr befeſtigt. Daher ward die äußerſte Sorgfalt darauf verwendet, den ſtrengen und faſt aſce⸗ tiſchen Erziehungsplan auszuführen, den der weiſe Mann ange⸗ geben. Einem Lehrer von den ſtrengſten Grundſätzen ward des Jünglings Erziehung anvertraut; er ward umgeben von Dienſt⸗ leuten, deren Rechtlichkeit erprobt war, und daneben über⸗ wachte und beaufſichtigte ihn der beſorgte Vater ſelbſt auf's Ge⸗ naueſte.