3 94 auf und ſagte:„Gieb Thiébault und Deinen Leuten Befehl, ſie ſollen bei Tagesanbruch oder noch vorher unſere Pferde vor dem Felt bereit halten; auch waͤre es gut, wenn Du unſern Nachbar Colvin baͤteſt, uns zu begleiten. Ich will bei Tagesaubruch die Vorpo⸗ ſten beſichtigen.“
„Ihr habt Euch ſchnell entſchloffen, Vater,“ verſetzte Arthur.
„Und doch kommt es vielleicht zu ſpaͤt,“ gab der Graf zuruͤck.„Waͤre es Mondſchein, ſo wuͤrde ich dieſe Nacht noch die Runde machen.“
„Es iſt ſtockfinſter,“ ſagte Arthur,„aber warum ſeyd Ihr gerade heute ſo beſorgt?“
„Du haͤltſt mich vielleicht fuͤr aberglaͤubiſch, aber meine Amme, Martha, aus dem noͤrdlichen England, pflegte zu ſagen, eine ploͤtzliche, ohne Urſache einge⸗ tretene Veraͤnderung in dem Weſen eines Menſchen bedeute einen baldigen Wechſel ſeiner Gluͤckslage. Dieſe Worte der Alten haben ſich mir ſo lebhaft aufgedraͤngt, daß ich entſchloſſen bin, ehe der Morgen graut, mit eignen Augen zu ſehen, ob unſere Wachen ihre Pflicht thun.“ 2 Arthur beſorgte das Nothwendige bei Colvin und Thiébault, und dann legten ſie ſich zur Ruhe.
Es war vor Tagesanbruch an dem durch die ihn bezeichnenden Ereigniſſe ewig denkwuͤrdigen erſten Januar von 1477, daß die beiden Orford und Colvin, nur von Thiébault und zwei andern Dienern beglei⸗ tet, die Runde um das Lager zu machen begannen.


